Fördermaschinenhaus

Das letzte verbliebene Gebäude der Zeche Adolf, das Lüfter- und Fördermaschinenhaus des Wetterschachtes, entstand 1922/1923 nach einem Entwurf der Kölner Architekten Erberich und Scheeben. 1933 wurde das Gebäude um eine Achse verlängert und der heute noch vorhandene Radiallüfter aufgestellt. 1939 ergänzte man die längliche Backsteinhalle im Mittelbereich durch eine Aufstockung, die mit Giebel und First rechtwinklig zum Ursprungsbau angeordnet ist. In die so entstandene Maschinenhalle wurde eine Dampffördermaschine aus dem Jahre 1913 eingestellt, die sich bis heute erhalten hat. Sie ist jetzt auch wieder in Funktion. Nördlich des Gebäudes wurde 1954/55 der noch existierende Axiallüfter hinzugefügt.

Nachdem die Grube Adolf 1972 durch einen Querschlag auf der 860-Meter-Sohle erneut mit der Grube Anna in Alsdorf verbunden worden war, stellte man in Streiffeld die Kohleförderung ein. Haupt- und Wetterschacht dienten noch bis 1990 der unregelmäßigen Befahrung, der Wetterführung und der Sicherung. Nach der letzten Fahrt am 20. August 1990 wurden am Wetterschacht die Seile abgeschlagen.

Nach Jahren des Verfalls wurde das Gebäude 1999 bis 2001 instand gesetzt. In einem zweiten Abschnitt wurde mit einer Förderung aus dem Landesprogramm „Initiative ergreifen“ in den Jahren 2002 bis 2004 das Besucherzentrum im Grube-Adolf-Park gestaltet. Dabei kam es zu Verzögerungen, sodass letzte Arbeiten erst 2006/2007 angegangen und abgeschlossen werden konnten. Am 15. September 2007 wurde das Gesamtprojekt in einem Festakt feierlich übergeben.

In der Maschinenhalle werden neben der historischen Dampf-Fördermaschine Ausstellungsstücke aus der Lebens- und Arbeitswelt der Kumpels gezeigt. Außerdem werden Angaben über den Einsatz und die Veredlung von Steinkohle gemacht.

Die angrenzende Lüftermotoren-Halle wurde von Mitgliedern des Vereins zu einem Versammlungs- und Schulungsraum sowie zu einem Festsaal gestaltet. Zahlreiche Einrichtungsgegenstände und Ausstellungsstücke erinnern an den Bergbau.

Die moderne automatisierte Energiezentrale steuert eine umweltschonende Heizungsanlage, die mit drei Miniblockheizkraftwerken, angetrieben von zwei Kolbenmotoren und einem Stirlingmotor aus Erdgas Wärme und Strom erzeugen. Zusätzliche Wärme für die Fußbodenheizung und die Wärmetauscher der Warmwasserversorgung liefert die auf dem Dach installierte thermische Solaranlage.

Insgesamt ist das Fördermaschinenhaus das Besucherzentrum im Grube-Adolf-Park geworden. Für die ehemaligen Bergleute wird es aber immer das Fördermaschinenhaus des Wetterschachtes der Grube Adolf bleiben.

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