Lernen

Klassenzimmer im Park

„Das Klassenzimmer im Besucherzentrum im Grube-Adolf-Park“

Der Verein Bergbaudenkmal Adolf wurde 1993 gegründet und in das Vereinsregister eingetragen. Satzungsmäßig hat er sich die Ziele gesteckt

– die Bergbautradition in Merkstein zu fördern und zu pflegen,
– das Fördermaschinenhaus des Wetterschachtes der Grube Adolf mit Lüfteranlagen zu erhalten,
– die Fördermaschine aus dem Jahre 1913 wieder in Funktion zu setzen,
– das Fördermaschinenhaus als eine Stätte der Begegnung zu betreiben.

Die Bergbautradition erfährt durch Vorträge, Ausstellungen, Bildkalender, die Vergabe eines „Adolfpreises“, Haldenfeste und die alljährliche Feier einer „Mettenschicht“ – gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde – von Beginn an die gewünschte Förderung. Hierzu gehören auch zahlreiche Kontakte zu Kindergärten und Grundschulen. Vereinsmitglieder machen Führungen im Haus, auf der Industriebrache und auf der Halde. Sie erzählen unter Nutzung verschiedener Medien von der Kohle und vom Beruf des Bergmannes.

Schulklassen können dieses Angebot nutzen und eine Führung individuell mit uns absprechen. Grundprogramm ist unsere „große Führung“ (siehe hierzu auch Menüpunkt Aktivitäten). Der Unkostenbeitrag beträgt 1 Euro pro Kind (maximal 25 Euro pro Klasse).

Das Fördermaschinenhaus konnte in den Jahren 1999 bis 2001 mit Geldern aus RECHAR II instand gesetzt werden. Ebenso gelang es, die Fördermaschine im Druckluftbetrieb wieder in Gang zu setzen.

Im Jahre 2002 wurde eine weitere Förderung aus dem Landesprogramm „Initiative ergreifen“ für den Ausbau zu einem Besucherzentrum beantragt und bewilligt. Fördernehmer ist dabei die Stadt Herzogenrath. Projektträger ist der Verein „Bergbaudenkmal Adolf e.V.“ Komponenten (Bausteine) des Projektes sind:

– Pflege und Präsentation des industriekulturellen Ortes und der Fördermaschine („Denkmal“)
– Bauliche und Ausstattungsertüchtigung insbesondere des großen Veranstaltungsraumes (Gemeinschaftshaus)
– Aufbau eines Kioskbetriebes und einer Anlaufstation für Ausflügler und Haldenbesucher (Besucherzentrum)
– Zukunftsenergien

Die Bausteine 1 und 2 sind unter großem Einsatz der Mitglieder des Vereins umgesetzt worden. Der Kiosk (Baustein 3) wird zur Zeit mit viel Eigenleistung erstellt. Baustein 4 (Zukunftsenergien) betrifft die drei im Hause vorhandenen „Hauskraftwerke“: zwei Gasmotoren und einen Stirling-Motor. Die Installation des Stirling-Motors ist in der Planung. Eine Informationsveranstaltung für das regionale Handwerk unter Beteiligung der Handwerkskammer Aachen hat stattgefunden. Weitere Bemühungen blieben erfolglos, weil das „Flächenkraftwerk“ bei den potenziellen Unterstützern auf reichliches Unverständnis gestoßen ist. Da auch die Realisierung der Wohnsiedlung auf der Industriebrache mit dem Einsatz von Hauskraftwerken in weite Ferne gerückt ist, schlägt der Verein eine konzeptionelle Änderung bei Baustein 4 vor. Die Grundkomponenten eines Flächenkraftwerkes – Gasmotoren, Stirling-Motoren und Brennstoffzellen – sollen im schulischen Bereich bekannt gemacht werden. Dies kann sowohl mit Funktionsmodellen als auch in der Anschauung mit den im Haus vorhandenen Geräten geschehen. Kontakte zur städtischen Haupt- und Realschule wurden aufgenommen. Zehn Lehrerinnen und Lehrer für Technik, Physik, Chemie etc. haben an einer Informationsveranstaltung des Vereins im Besucherzentrum teilgenommen und ihr Interesse bekundet, das Besucherzentrum als außerschulischen Lernort zu nutzen. Kontakte zu berufsbildenden Schulen sind angedacht. Programmatisch wollen wir den neuen Ansatz in das Konzept „Lernen vor Ort“ integrieren. Dieses Konzept ist nicht grundsätzlich neu, hat aber eine Renaissance auch in NRW erfahren. Zum Netzwerk „Außerschulische Lernorte für Natur, Kultur und Technik“ – unterstützt vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport – wurde ebenfalls Kontakt aufgenommen.

Für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen I und II steht der große Veranstaltungsraum (Baustein 2) zur Verfügung. Er ist mit Tischen und Stühlen, einer Leinwand und Vorführgeräten für Video und DVD ausgestattet. In der Dampfmaschinenhalle sind vier große Vitrinenschränke vorhanden, in denen Schaustücke zum Bergbau und Modelle zu Zukunftsenergien (Brennstoffzelle, Stirling-Motoren, Solarzellen) ausgestellt sind. Hier sollten mit noch vorhandenen Fördermitteln Abrundungen des Angebots vorgenommen werden. Stellwände sind zur Zeit in Arbeit.

Inhaltlich ist die Behandlung der folgenden Themen vorgesehen:

– Wärme- und Stromerzeugung
– Kraft-Wärme-Kopplung
– Brennstoffzelle
– Gasmotoren
– Stirling-Motoren
– Fotovoltaik und Solarthermie
– dezentrale Stromerzeugung und Flächenkraftwerke

Auch im Bereich der Erwachsenenbildung sollen unter Beteiligung der Volkshochschule Herzogenrath und der Begegnung e.V. Veranstaltungen im Besucherzentrum angeboten werden. Kontakte zur RWTH Aachen sind vorhanden.

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