Erzählabend Mittwoch den 16. September 19:00 – Die Geschichte des Bergbaus

Die Geschichte des Bergbaus
Die Reihe der Erzählabende im Bergbaudenkmal Grube Adolf wird fortgesetzt.
Im Fördermaschinenhaus in Merkstein findet am Mittwoch den 16. September der nächste Erzählabend des Vereins Bergbaudenkmal Grube Adolf statt. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Der Verein hat Dieter Diesinger aus Herzogenrath als Referenten zu Gast.

Das Thema des Abends ist:
Wasserräder mit krummen Zapfen im Wurmrevier-Pumpenkunst im 18. Jahrhundert.
Mit zunehmender Abbautiefe musste auch das Wurm-Steinkohlenrevier sich um eine wirtschaftliche Wasserhaltung bemühen. Zwischen 1550 bis1565 wurden in Rammelsberg (bei Goslar) Wasserräder mit krummen Zapfen entwickelt, die mit neuartigem Feldgestänge mit Kunstkreuz ausgerüstet, Kolbenpumpen in der Tiefe antreiben konnten. Um1575 wurden erste Anlagen im Inderevier installiert.1616 folgte das Wurmrevier. Aber erst durch die Neu-Konzessionierung der Grubenbetriebe 1695 lohnte sich der Bau solcher Wasserräder als Antrieb für die Pumpen im Wurmtal. Besonders die Alte Furth baute mit anderen Kleinbetrieben mehrere solche Anlagen auf, deren Nutzungszeit oft 30 Jahre überschreiten konnte. Das Wasser der Wurm wurde meist über lange Gräben den Wasserrädern zugeführt. Einmal leitete man sogar das Kraftwasser mit einem Holztrog über der Wurm. Die Pumpenschächte waren in sicherer Entfernung zum Hochwasser der Wurm angelegt.
Heute kann man an wenigen Stellen noch Reste dieser Wassergräben oder die Damme bzw. Einschnitte für die Feldgestänge im Wurmtal finden. Im Vortrag werden rund ein Dutzend dieser Anlagen beschrieben und anhand alter Karten werden die heutigen Standorte dargestellt.
Alle Freunde des Bergbaus sind eingeladen, zu erzählen oder nur neugierig zuzuhören. Der Eintritt ist frei.

Kommentare sind geschlossen.